Gartenlauben nur in einfacher Ausführung ?

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Gartenlauben nur in einfacher Ausführung ?

Nach § 3 Abs. 2 Satz 1 BKleingG dürfen Gartenlauben nur in einfacher Ausführung erstellt werden. Dieses Erfordernis bezieht sich insbesondere auf die Verwendung kostengünstigen Baumaterials und auf eine einfache Konstruktion der Laube. Meist wird die Laube aus Holz erstellt sein. Das ist jedoch nicht zwingend so. In einigen Gegenden Deutschlands sind Steinlauben durchaus üblich.

 

Das Merkmal der einfachen Ausführung bezieht sich auch die Inneneinrichtung der Laube, so dass etwa aufwändige Fußbodenbeläge oder exklusive Wand- und Deckenverkleidungen nicht zulässig sind. Die gesetzgeberischen Gründe für das Erfordernis einer einfachen Ausführung der Laube liegen in etwa denselben Erwägungen, die auch zu einer Beschränkung der Laubengröße geführt haben. Die kleingärtnerischen Nutzung der Parzelle dienende Funktion der Laube erfordert einerseits keine aufwändigere Ausstattung, eine einfachere Ausführung trägt andererseits zu einer sozial vertretbaren Beschränkung der Ablösesumme beim Pächterwechsel bei und baut einem unerwünschten dauernden Wohnen in der Gartenlaube vor. In § 3 Abs. 2 Satz 2 BKleingG nennt der Gesetzgeber sein Ziel, das er mit der Beschränkung der Laube auf eine bestimmte Größe und auf die einfache Ausführung verfolgt, ausdrücklich und klar. Eine Gartenlaube soll nach seiner Zielsetzung nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein. Wie dieses Ziel zu erreichen ist, sagt er dort ebenfalls: Die Laube muss nach ihrer Beschaffenheit, deren Merkmale insbesondere ihre Ausstattung und ihre Einrichtung sind, diesem Ziel entsprechen. Lauben dürfen daher nur so ausgestattet sein, dass nur ein vorübergehender Aufenthalt möglich ist.

 

Anders formuliert: Die der kleingärtnerischen Nutzung dienende Funktion der Laube ist es, die bestimmt, was zulässig ist. Die kleingärtnerische Nutzung der Laube besteht in der Aufbewahrung von Geräten für die Gartenbearbeitung und von Gartenerzeugnissen, wie auch in kurzfristigen Aufenthalten des Kleingärtners und seiner Familie anlässlich von Gartenarbeiten oder Freizeiterholung im Garten; das ist auch höchstrichterliche Rechtsprechung ( Bverw in BbauBl 1984 S. 498 ).

Abstand der Gebäude zueinander
Die Brandschutzverordnung gibt aus Sicherheitsgründen einen Mindestabstand der Gebäude zueinander von 5m vor.
Der Mindestabstand ist unbedingt und in jedem Falle einzuhalten, auch zu Bauwerken außerhalb der Kleingartenanlage, d.h., dass bei der Errichtung einer Laube ein Abstand von mindestens 2,50 m zur Nachbarparzelle, sowie 1,50 m zu den Wegen bzw. zur angrenzenden Grünfläche einzuhalten ist.

Abstand eines Gewächshauses
Der Genzabstand muss mind. 1,50m sein und zur Laube hin 3m .
Beachten SIe dies schon bereits bei der Erstellung der Bauzeichnung im Lageplan.
( gilt nicht für vorh. Baulichkeiten)

 

Zuletzt aktualisiert am 17.03.2019 von Mario Menke.

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