Standortgerechtes Pflanzen - Wohin kommt was ?

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Standortgerechtes Pflanzen - Wohin kommt was ?

 Standortgerechtes Pflanzen
Die Pflanze darf mit dem Standort keine Probleme haben.


Kleinklima:
Wärme- und Feuchtigkeitsbedarf müssen beachtet werden.

Rauhes Klima:
Norddeutsche Tiefebene, Mittelgebirgslagen, niedriges Jahresmittel, Früh- und Spätfrostlagen, Nullgradgrenze

Obstbäume und Sträucher:

Äpfel: Blühtermine im Hinblick auf Spätfröste beachten. Mehltau- und schorfempfindliche Sorten nur bei luftigem Standort geeignet.

Birnen: Wie Äpfel.

Pflaumen: Zwetschen und Mirabellen meist problemlos. Extrem frühen Blühern bei den Sommerpflaumen fehlt bei rauher Lage oft der Bestäuber.

Beerenobst: Außer Exoten (Kiwi und Weintrauben) bei richtigem Auslichtungsschnitt gut geeignet.

Gemüse: Fast alle bekannten Gemüsearten können auch in rauher Lage ange­baut werden. Empfindliche Arten, wie Tomaten, Paprika, Auberginen und Andenbeeren, brauchen einen Schutz (Frühbeet-Folientunnel).


Geschützte Lage
Keine extremen Temperaturschwankungen.
Hohes Jahresmittel bis hin zum Weinbauklima.
 

Obstbäume und Sträucher:
In diesen Lagen können auch Pfirsiche und Aprikosen gedeihen. Weintrauben und Kiwi können angebaut werden.

Gemüse:

Hier können viele Gemüse, die in rauhen Lagen einen Schutz brau­chen, im Freiland angebaut werden. Die Vegetationszeit setzt eher ein und dauert auch länger.
 

Bodenart:

Schwere Böden:
Schwer und spät erwärmbar, hohes Wasserhaltevermögen.

Obstbäume und Sträucher:

Im Prinzip können alle Obstarten auf schweren Böden angebaut wer­den.

Pflaumen und Kirschen neigen zum Gummifluß. Unterlagenauswahl hilft viel bei der Anpassung an Standortverhältnisse.
 
Gemüse: Alle Gemüsearten lassen sich anbauen. Möhren und Schwarzwurzeln neigen dazu, daß sie sich verzweigen (Beinigkeit). Schwierigkeiten beim Auflaufen von Bohnen umgeht man in Kleingärten am besten durch  Anzucht in Töpfen.

 

Leichte Böden:

Schnelle Erwärmung im Frühjahr. Schlechtes Wasser­haltevermögen.

Obstbäume und Sträucher:

Wenn man auf genügend Wassergaben achtet, können fast alle Obstar­ten angebaut werden. Besonders wohl fühlen sich die Sauerkirschen und die Apfelbeere.
Gemüse: Bleichspargel wegen der Dammbildung. Möhren, Schwarzwurzeln und lange Rettiche.
 

Böden mit sehr hohem Grundwasserstand:


Obstbäume und Sträucher:

Sehr selten werden Obstbäume und Sträucher mit einem hohen Grundwasserstand fertig. Man baut einen Hügel aus der Erde des Gartens und Gesteinsbrocken (Warft), dabei muß der junge Baum in der Anwachszeit gut gegen Winddruck abgesichert werden.

Eine Warft ist eine in Norddeutschland früher übliche Erhöhung im Überflutungsgebiet, auf die man die Bauernhöfe baute.
 
Gemüse: Die einfachste Lösung ist die Anlage eines Hügelbeetes.
 

Witterungsbeeinflussung
Frostschutz:

Am besten nimmt man Arten und Sorten, die mit dem gegebenen Klima, besonders den Wintern der Standorte, fertig werden. Bei empfindlichen Arten kann man die Wurzel durch Mulchschichten und ausreichende Feuchtigkeit schützen. Die Stämme der Obstbäume werden mit einem weißen Anstrich auf der Südseite gegen Ausdehnungsspan­nungen, die die Frostrisse verursachen, geschützt. Empfindliche Sträucher (Rosen etc.) und Stauden können mit Reisig oder ähnlichem Material gegen frostbedingte Austrocknungsschäden geschützt werden.
 

Schnee, Regen, Hagel:

Belastung der Sträucher und Bäume durch feuchte Schneemassen kann man eventuell durch Abschütteln verhindern. Empfindliche Pflanzen sollte man bei Gefahr von Hagel oder Graupeln abdecken. Gegen feuchte Witterung, die besonders die Braunfäule bei den Tomaten fördert, sollte man diese von der Wetterseite her mit Plastik überspannen.

 

Wärme und Hitze:

Im Kleingarten kann man wenig gegen Wärme- und Hitzebelastung tun, da der Kleingärtner selten am Tag in seinem Garten ist. Frühbeete oder Kleingewächshäuser müssen mit Schattierungs- und Lüftungsvorrichtungen ausgestattet werden, um Verbrennungen und Hitzestaus zu vermeiden.

Zuletzt aktualisiert am 25.02.2012 von Mario Menke.

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