Stauden schneiden Staudenschnitt , wann wie ?

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Stauden schneiden Staudenschnitt , wann wie ?

Stauden sind ausdauernde, mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Teile meistens im Winter absterben und aus dem Wurzelballen neu austreiben. Krautig = nicht verholzend <‑> Gehölze. Also "Blumen" und Gräser.

Blumenzwiebeln (Zwiebelblumen) nicht schneiden, jedenfalls nicht die Blätter, denn sie werden gebraucht, um neue Nährstoffe zu produzieren, die in den Zwiebeln als Nährstoffspeicher eingelagert und für die Blüte im nächsten Jahr benötigt werden.

Sollen die Blumenzwiebeln nicht verwildern, kann man dagegen die Blütenstiele sofort nach dem Verblühen unten am Absatz abschneiden, die Blätter dürfen erst entfernt werden, wenn sie beginnen zu vergilben. Zwischen die Blumenzwiebeln von Tulpen, Narzissen, Osterglocken & Co. daher am besten Ziergräser, Vergissmeinnicht und andere Frühlingsblumen pflanzen, damit die Blätter der Zwiebelblumen nach dem Verblühen nicht weiter auffallen.

Andere Stauden direkt nach der Blüte etwa handhoch (ca. 5cm) zurückschneiden.

Frühblühende kommen danach mitunter im selben Jahr nochmals zur Blüte;

bei spätblühenden Stauden (ab August) kann es  bei empfindlichen Pflanzen oder in rauen Lagen ratsam sein, den Rückschnitt erst im folgenden Frühjahr bei Austriebsbeginn vorzunehmen (alte Triebe = Winterschutz !). Zum Beispiel Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) oder Herbstanemone (Anemone hupehensis). Polsterstauden zurückschneiden (Steingartenpflanzen) und Gewürzpflanzen
Etwas heikel: Immergrüne Stauden, die unten verholzen

Je mehr eine immergrüne Staude zum Verholzen neigt ("Halbstrauch"), desto weniger tief darf man schneiden:

Das leuchtend gelbe Steinkraut Aurinia saxatilis (syn. Alyssum saxatile) daher höher als Alyssum montanum (kleinere Blätter, nicht ganz so hoch wachsend);

ebenso Schleifenblume (Iberis) oder auch Lavendel (Lavandula angustifolia), Ysop (Hyssopus officinalis) und Heidekraut (Besenheide Calluna, Glockenheide Erica):

nur auf mindestens ca. 10 cm (allgemein= auf 1/3-1/2 - für höhere Halbsträucher)

Flach wachsende unten verholzende Stauden (Thymian, Wilder Feldthymian (Thymus serpyllum), Blaukissen (Aubrieta), Gänsekresse (Arabis procurrens)): Verblühte Blütenstiele vollständig und Triebe leicht (bis etwa zur Hälfte, im Zweifelsfall lieber nur ein Drittel) zurückschneiden.

Einfache Regel: Nichts falsch machen kann man, wenn man stets zwar so tief wie möglich, aber nie tiefer schneidet, als noch frischer Austrieb vorhanden ist, etwa 1/2cm darüber (Schnittstelle bei dickeren Trieben leicht schräg, damit das Regenwasser besser ablaufen kann.).
Das kann nicht selten auch bei Lavendel, Blaukissen, Steinkraut, Gänsekresse usw. direkt über dem Boden sein, die sonst einen Rückschnitt in altes Holz häufig übelnehmen und daran eingehen können.

Ohne Rückschnitt verkahlen Halbsträucher i.d.R. nach einigen Jahren!

Quelle: http://www.gartendatenbank.de

Zuletzt aktualisiert am 26.01.2012 von Mario Menke.

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